Ein Carportdach benötigt eine passende Abdichtung. Dafür stehen eine Reihe von Optionen zur Auswahl, welche alle ihre ganz eigenen Vorteile und Nachteile haben. Wichtig ist, dass die Arbeiten am Dach des Carports fachmännisch und korrekt durchgeführt werden. Unabhängig vom Material können bei handwerklichen Fehlern unterschiedliche Folgeschäden auftreten. Unerwünscht sind diese auf jeden Fall und oftmals auch vermeidbar. Die nachfolgenden Abschnitte befassen sich mit den bekanntesten Materialien für die Dachabdeckung und erläutern in kurzer Form wie man diese richtig anbringen kann.

Bitumenbahnen - Der Klassiker für Profis

Bitumenbahnen werden oft verwendet um Dächer abzudecken. Doch die korrekte Anbringung ist für Laien eine schwierige Angelegenheit. Die einzelnen Bahnen müssen in passender Länge auf das Dach angebracht und anschließend an den Rändern verschweißt werden. Die Schweißnaht ist die häufigste Fehlerquelle, weswegen man hier auch die Hilfe eines Profis annehmen kann. Ein weiterer Nachteil von Bitumenbahnen ist, dass sie vergleichsweise schnell durch die Witterung beschädigt werden können. Eine Alternative zum Werkstoff Bitumen sind Dachabdeckungen aus Polycarbonat oder Trapezblech. Diese haben meist eine höhere Haltbarkeit und sind als Abdichtung für das Carportdach deutlich besser geeignet. Bleche neigen allerdings auch zur Geräuschentwicklung und machen den Carport bei Regen schnell zu einer Quelle von ärgerlichen und lauten Effekten.

 

EPDM-Folien sind eine vielseitige Lösung

Die EPDM-Folien sind die wohl beste Lösung für den Carport. Sie sind flexibel, beständig und können auch begrünt werden. Die EPDM (Ethylen-Propylen-Dien) - Folie ist eine Kautschukfolie und kann auch durch Laien problemlos verlegt werden. Der Zuschnitt ist einfach und bei der Verlegung muss man eigentlich nur darauf achten, dass die einzelnen Folien miteinander verbunden sind. Die Anbringung erfolgt durch Kleben. Als Klebstoff wird ein beständiger und schnell härtender Flächenklebstoff verwendet. Für die Blenden muss man einen speziellen Blendklebstoff beschaffen, denn die Ränder der Folie sind besonders sensibel und anfällig für Witterungsschäden. Die EPDM-Folien werden von Experten immer wieder gern empfohlen und sind günstig in der Anschaffung.

 

So wird die Abdichtung auf dem Carportdach richtig angebracht.

Um das Dach vom Carport abzudichten, müssen natürlich erst einmal die nötigen Utensilien und Werkstoffe in ausreichender Menge und Größe besorgt werden. Ist das Material vor Ort, kann man mit den Messungen beginnen und den Zuschnitt anfertigen. Vor Beginn der Arbeiten muss das Dach auf jeden Fall ordentlich mit einem Besen gereinigt werden. Gerade wenn geklebt werden soll, sind Schmutz und kleine Unebenheiten ein enormes Risiko. Beim Anbringen von Folien als Unterlage  oder als Abdeckung muss immer für genug Platz gesorgt werden. Es dürfen auf keinen Fall kleine oder große Luftblasen entstehen. Oftmals lohnt es sich deswegen die Zuschnitte noch einmal auszurollen und dann schrittweise zu verlegen. Je nach Material bleibt keine Zeit um Fehler und Unebenheiten auszugleichen. Eine möglichst exakte und genaue Vorgehensweise ist deswegen sehr wichtig. Sollte es in der Phase der Trocknung zu größeren Schwankungen der Temperatur kommen, so kann es zu einer Falten- und Blasenbildung kommen. Das ist gerade bei EPDM-Folien der Fall, weswegen sich diese vor allem als Grundlage für weitere Abdichtungen eignen. Dazu gehört beispielsweise eine begrünte Fläche oder aber Dachplatten. Sollten Blasen und Falten bei der Verwendung von Folien entstehen, dann müssen diese umgehend ausgeglichen werden. Ist dies nicht mehr möglich, dann muss die beschädigte Stelle umgehend repariert werden. Da die verwendeten Kleber in der Regel innerhalb von 24 Stunden trocknen, ist das die "heiße" Phase bei der Abdichtung vom Carportdach. Hier kann man eventuelle Fehler noch erkennen und sie korrigieren. Anders verhält es sich bei Bitumen. Hier sieht man die Fehler sofort und hat nur wenige Möglichkeiten diese auch auszugleichen. Bei der Verwendung von Dachplatten und Ziegeln können Fehler in der Verlegung sofort erkannt und ausgebessert werden.

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