Titelbild: (Soalrterrassen & Carportwerk GmbH)

Wer möglichst preisgünstig zu einem Carport kommen möchte, hat wahrscheinlich sehr schnell die Idee, einen Carport Marke Eigenbau in Angriff zu nehmen. Natürlich kann man als Heimwerker mit dem Carport selber bauen Kosten sparen. Allerdings kann der Selbstbau viel schwerwiegendere Probleme aufwerfen als die Kostenersparnis von Vorteil ist. Daher lohnt es sich für den Heimwerker selten, den Carport komplett selbst zu planen und zu bauen. Jedoch gibt es eine gute Alternative - den professionellen Carport Bausatz.

 

Carport selber bauen - Kosten im Vergleich

Wer nicht gerade zufällig das passende Material auf Lager hat, kommt meist nicht wirklich günstiger zu seinem Carport als mit einem Carport Bausatz. Schließlich müssen alle Materialien zum weniger günstigen Endverbraucherpreis erst einmal eingekauft werden. Der Hersteller eines Carport Bausatzes hingegen profitiert von Rabatten, die er an die Kunden weitergeben kann. Zudem ist häufig im Handel nicht genau die benötigte Menge an Kleinmaterialien wie Verbinder und Schrauben vorrätig.  Auch sind die einzelnen Bauteile nicht direkt passend aufeinander abgestimmt, sondern müssen meist auch noch passend gesägt und bearbeitet werden. Dadurch wird nicht nur der endgültige Aufbau, sondern auch die Beschaffung der benötigten Materialien deutlich zeitaufwändiger als bei der Verwendung von Bausätzen. 


Carport selber bauen mit oder ohne Bausatz - rechtliche Einschränkungen

Generell unterliegen Carports baurechtlichen und versicherungstechnischen Vorgaben. Grundsätzlich wird wahrscheinlich jeder Heimwerker, der nicht gerade zwei linke Hände hat, einen Carport selber bauen können. Kosten zu sparen, ist dann zwar ein Vorteil, doch ist alle Mühe umsonst, wenn die, in vielen Bundesländern notwendige, Baugenehmigung nicht erteilt wird. Bausätze sind vorab baurechtlich geprüft, während eine Eigenplanung erst statischen Prüfungen standhalten muss. Wenn erst ein Ingenieur hinzugezogen werden muss, dann kann der Carportbau verdammt teuer werden und noch viele Probleme nach sich ziehen. Sogar ein  Umbau oder gar Abriss kann vom Bauamt verlangt werden. Inwieweit eine Baugenehmigung im Einzelfall relevant ist, erfahren Heimwerker beim zuständigen Bauamt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hersteller eines Carport-Bausatzes eine Produkthaftung übernimmt. Sollte z. B. ein Schaden aufgrund eines Sturms entstehen, so tritt die Versicherung für die Regulierung ein. Bei einem Selbstbau kann es leider sein, dass die Versicherung für den Schaden nicht aufkommt.


Carport Bausätze - die Optik muss passen

Den Unterstand fürs Auto kann also auch der Freizeit-Heimwerker mit einem fertigen Bausatz durchaus verwirklichen. Natürlich möchte jeder Grundstücksbesitzer einen repräsentativen Carport besitzen, der den persönlichen Ansprüchen an die Optik gerecht wird. Da die meisten Hersteller Bausätze aus druckkessel-imprägniertem Konstruktionsholz in Standard-Designs anbieten, sind der individuellen Gestaltung der Carport-Form natürlich Grenzen gesetzt. Allerdings gibt es reichlich Auswahl an Carport-Modellen, unter denen der Kunde wählen kann. Wichtig ist es darauf zu achten, dass das Holz witterungsbeständig imprägniert wurde. Ansonsten kann der Carport instabil werden, wenn das Holz womöglich verrottet. Die Druckkesselimprägnierung führt allerdings zu einer grau-grünen Färbung des Holzes. Um den Carport den eigenen Vorstellungen anzupassen, reicht es aus die Imprägnierung mit einer Lasur oder einem Lack in der gewünschten Farbe zu überstreichen. Allerdings sollte der Heimwerker zunächst eine Grundierung auftragen, bevor der endgültige Farbanstrich erfolgt. 


Statik im Blick behalten - beim Bausatz ganz einfach

Für den Heimwerker liegt einer der schwierigsten Aspekte beim Carport selber bauen, in der Statik. Schließlich muss sichergestellt werden, dass der Carport stabil und standsicher gebaut wird. Wer einen Carport selber plant und nicht über die notwendigen statischen Kenntnisse verfügt, läuft Gefahr, dass der Unterstand nicht von der Baubehörde abgenommen wird. Schließlich besteht jederzeit die Möglichkeit, dass der Carport einstürzt, wenn die Statik nicht stimmt. Wer einen Bausatz verwendet, kann sich darauf verlassen, dass eine korrekte Berechnung der Statik erfolgt ist. Ein solcher Unterstand, sofern er der Aufbauanleitung entsprechend errichtet wurde, ist stabil und hält auch großen Schneemassen auf dem Dach Stand ohne zusammenzubrechen. Dafür garantiert jeder Hersteller. Natürlich muss auch ein Bausatz trotzdem mit einer stabilen Verankerung im Boden befestigt werden. Wer die Pfosten einfach nur in den Boden rammt, läuft Gefahr, dass das imprägnierte Holz trotz allem verrottet. Auch ein Carport, der aus einem Bausatz entsteht, benötigt also auf jeden Fall ein stabiles Fundament, wobei ein einfaches Punktfundament aus Beton durchaus ausreicht. 


Fazit

Wer einen Carport selber errichten möchte, muss sich an viele Spielregeln halten, deren Einhaltung durch die Wahl eines Bausatzes erleichtert wird. Zudem wird durch den Einsatz eines Bausatzes eine echte Kostenersparnis möglich, da entsprechend hochwertige Materialien verwendet werden und statische Berechnungen bereits durchgeführt wurden. Für etwas Aufpreis werden sogar sämtliche Unterlagen für den Bauantrag vom Carporthersteller zusammengestellt.

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